Archiv

Das Archiv der "Sonntagsmusiken" bietet Informationen über die Konzerte ab Herbst 2011.

545. SONNTAGSMUSIK – EXKLUSIV

05.03.2017 | 11.00

im Rahmen des Telemann-Jahres 2017

Telemann 2017

GEISTLICHE KAMMERMUSIK

Geistliche Vokalwerke und Kammermusik von Georg Philipp Telemann

Klaus Mertens (Bass), Thomas Fritzsch (Viola da gamba), Stefan Maass (Laute),
Michael Schönheit (Orgel)

 

Anlässlich des 250. Todestages von Georg Philipp Telemann wird am 4. März in Magdeburg das Telemann-Jahr 2017 eröffnet. Bis zum Jahresende sind zahlreiche Veranstaltungen insbesondere in Telemannstädten Deutschlands, Polens und Frankreichs dem Werk Telemanns gewidmet. In Magdeburg gastiert aus diesem Anlass der weltberühmte Oratorien- und Liedsänger Klaus Mertens, der 2016 mit dem Telemann-Preis der Stadt Magdeburg geehrt wurde. Er präsentiert kleinbesetzte geistliche Musik Telemanns, darunter Ausschnitte aus einem musikalischen Jahrgang mit Geistlichen Arien (Hamburg 1727) und Lieder aus dem Fast allgemeinen Evangelisch-Musicalischen Lieder-Buch (Hamburg 1733). Thomas Fritzsch bringt einige Fantasien für Viola da gamba zu Gehör, die er bei den 23. Magdeburger Telemann-Festtagen 2016 erstmals der Öffentlichkeit darbot. Bis dahin galten diese Werke, die Telemann 1735 in seinem Hamburger Verlag herausgab, als verschollen. Gewandhausorganist Michael Schönheit und der angesehene Lautenist Michael Maass, der unter anderem mit Thomas Quasthof und Daniel Hope musizierte, sind solistisch und als einfühlsame Continuospieler zu erleben.

Klaus Mertens
Klaus Mertens (Bass)

Thomas Fritzsch
Thomas Fritzsch (Viola da gamba)

544. SONNTAGSMUSIK

05.02.2017 | 11.00

DIE DREI GROSSEN

Werke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel

KS Undine Dreißig (Mezzosopran), Tilman Schneider (Trompete), Beate Schneider (Querflöte), Henning Ahlers (Oboe), Yoichi Yamashita (Violine), Reinhard Seehafer (Cembalo) und das Rossini-Quartett Magdeburg: Marco Reiß (Violine), Ingo Fritz (Violine, Viola), Marcel Körner (Violoncello), Wolfram Wessel (Kontrabass)

 

Das Rossini-Quartett Magdeburg ist seit 2012 offizieller „Kulturbotschafter der Landeshauptstadt Magdeburg“. So versteht es sich fast von selbst, dass das Ensemble auch für das Telemann-Jahr 2017 ein besonderes Programm konzipiert hat, mit dem es in Magdeburg und verschiedenen weiteren Orten an den 250. Todestag des gebürtigen Magdeburger Komponisten erinnern wird. Werke Telemanns stehen also im Mittelpunkt, wie zum Beispiel die virtuose Sonate D-Dur für Trompete, Streicher und Basso continuo (TWV 44:1) sowie Solokonzerte für Querflöte und Oboe. Darüber hinaus erklingen Kompositionen zwei seiner bedeutenden deutschen Zeitgenossen, wie etwa das zweite Brandenburgische Konzert (BWV 1047) von Johann Sebastian Bach und Arien von Georg Friedrich Händel. Langjährige Gäste des Ensembles sind auch in dieser Sonntagsmusik zu erleben, so die Kammersängerin Undine Dreißig und weitere Solisten, zumeist wie die „Rossinis“ ebenfalls Musiker der Magdeburgischen Philharmonie. Sie geben zugleich einen musikalischen Vorgeschmack auf die traditionsreiche Konzertreihe entlang der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt, die das Ensemble 2017 zum 15. Mal gestaltet.

Rossini-Quartett
Rossini-Quartett Magdeburg

543. SONNTAGSMUSIK

08.01.2017 | 11.00

VERMISCHTES

Kompositionen von Georg Philipp Telemann, Johann Adolph Hasse und Jean-Féry Rebel

Neue Pohlnische Capelle (Mitglieder des Michaelis Consorts und des Ensembles Musicarius): Moritz Görg (Trompete), Uwe Ulbrich, Mikolaj Zgolka (Violine), Piotr Chrupek (Viola), Katharina Litschig (Violoncello), Felix Görg (Violone), Julia Chmielewska-Ulbrich (Cembalo)

 

Die Musiker der Neuen Pohlnischen Capelle sind in Deutschland und Polen beheimatet. In seinem Namen und in seiner künstlerischen Arbeit nimmt das Ensemble Bezug auf die von August II., König von Polen (als sächsischer Kurfürst Friedrich August I.) in Warschau gegründete „Pohlnische Capelle“. Eine kleine vom Ensemble konzipierte Ausstellung wird über die sächsisch-polnische Union und die Kunst in dieser Zeit informieren.

Das Programm macht mit verschiedenen nationalen Musikstilen bekannt, die Telemann in besonderer Weise in seine europäische Musiksprache integrierte. Telemanns Zeitgenossen erkannten in diesem schöpferischen Prinzip das Ideal des „vermischten Geschmacks“ in der Musik. Es erklingen die Ouverturensuite D-Dur für Trompete, Streicher und Basso continuo (TWV 55:D8), das bekannte Trompetenkonzert TWV 51:D7 und das originelle „Concerto alla Polonese“ (TWV 43:G7), außerdem die Sinfonia g-Moll aus opus 6 des „deutschen Italieners“ und langjährigen Dresdner Hokapellmeisters Johann Adolf Hasse sowie die Suite Les caractères de la danse des französischen Komponisten Jean-Féry Rebel. 

Moritz Görg
Moritz Görg (Trompete)

Neue Pohlnische Capelle
Neue Pohlnische Capelle

542. SONNTAGSMUSIK

04.12.2016 | 11.00

TELEMANN & LA FRANCE

Virtuose Kammermusik von Georg Philipp Telemann und seinen französischen Zeitgenossen Joseph Bodin de Boismortier, Jean Joseph Cassanea de Mondonville, Jean-Marie Leclair sowie Michel Blavet

Ensemble Diderot: Kristen Huebner (Traversflöte), Johannes Pramsohler (Violine), Roldán Bernabé (Violine), Gulrim Choi (Violoncello), Philippe Grisvard (Cembalo), Leitung: Johannes Pramsohler

 

Das 2008 von Johannes Pramsohler gegründete Ensemble Diderot ist in Paris beheimatet und widmet sich als Spezialensemble auf Originalinstrumenten vordergründig der Aufführung und Erforschung des Triosonaten-Repertoires aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Johannes Pramsohler, der beim 6. Internationalen Telemann-Wettbewerb 2011 in Magdeburg für sein exzellentes Violinspiel mit einem Preis ausgezeichnet wurde, hat sich zu einem der vielseitigsten Musiker seines Fachs entwickelt.
Das Ensemble gastiert in Magdeburg mit einem Programm, das Telemanns Concerto A-Dur für zwei Violinen in scordatur (mit umgestimmten Saiten, TWV Anh. 42:A1) und das Quatuor e-Moll (TWV 43:e2) aus der Musique de table sowie Kompositionen französischer Zeitgenossen enthält. Dazu zählt unter anderem ein Konzert des Flötenvirtuosen Michel Blavet, der allein 12 Exemplare der Musique de table subskibierte und zu den ersten Interpreten von Telemanns Nouveaux Quatuors (auch bekannt als Pariser Quartette) gehörte. Telemann seinerseits war ein großer Verehrer und Nachahmer des französischen Musikstils und unternahm 1737/38 eine erfolgreiche Reise nach Paris.

Ensemble Diderot
Ensemble Diderot

541. SONNTAGSMUSIK

06.11.2016 | 11.00

FÜHRWAHR, IHR SEID DOCH OCHSENMÄSSIG DUMM

Kompositionen von Georg Philipp Telemann und Christoph Ludwig Fehre, darunter die sogenannte Kanarienvogel-Kantate und die Kantate Der Schulmeister

Gotthold Schwarz (Bass), Grundschüler des forum thomanum (Leipzig), Sächsisches Barockorchester

 

Der international gefeierte Bariton Gotthold Schwarz, ausgewiesener Spezialist für Alte Musik und seit Juni 2016 Leipziger Thomaskantor, rückt weltliche Vokalmusik in den Mittelpunkt seines Konzertes. Dazu zählt neben der heiter-ironischen Trauer-Music eines kunsterfahrenen Canarienvogels, als derselbe zum größten Leidwesen seines Herrn Possessoris verstorben auch die bekannte Schulmeister-Kantate, in der ein mäßig talentierter, hauptsächlich selbstverliebter Kantor während der Singe-Stunde karikiert wird. Lange Zeit war dieses Werk, das in verschiedenen, mitunter stark korrumpierten Fassungen überliefert ist, Telemann zugeschrieben, doch existieren Quellen, die auf die Autorschaft des Dresdner Organisten Christoph Ludwig Fehre hindeuten.
Als musikalische Eleven stehen dem „Schulmeister“ Kinder des Leipziger forum thomanum zur Seite. Das forum thomanum schließt eine Grundschule ein, die sich auch als Ausbildungsstätte für Thomaneranwärter versteht. Das Programm wird ergänzt durch Lieder und Oden Telemanns.

Gotthold Schwarz
Gotthold Schwarz (Bass)

540. SONNTAGSMUSIK

02.10.2016 | 11.00

TELEMANN UND MAX REGER

Georg Philipp Telemann: Fantasien für Klavier
Max Reger: Präludium und Fuge h-Moll aus op. 99, Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Philipp Telemann op. 134

Markus Becker (Klavier)

 

Aus Anlass des 100. Todesjahres von Max Reger erklingen in dieser Sonntagsmusik die pianistisch äußerst anspruchsvollen Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Philipp Telemann op. 134. Reger komponierte das Werk 1914 in Meinigen und verwendete als Material einen Menuett-Satz aus Telemanns Musique de table.
Markus Becker, der das gesamte Klavierwerk Regers eingespielt hat, überzeugt im internationalen Konzertleben als gestaltungsmächtiger Interpret der Klavierliteratur von Bach bis Rihm, als ideenreicher Programmgestalter und Jazz-Improvisator. Regelmäßig gastiert er u.a. beim Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein Musik Festival und beim Kissinger Sommer. Er musiziert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem RSB Berlin, den Rundfunkorchestern des NDR, WDR und SWR, dem BBC Welsh Orchestra unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Howard Griffiths, Michael Sanderling, Thierry Fisher. Seine Kammermusikpartner sind u.a. Albrecht Mayer, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel, Igor Levit, Sharon Kam und Alban Gerhardt. Für seine CD-Einspielungen erhielt Becker dreimal den ECHO-Klassik sowie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den Editor´s choice im britischen Fachblatt GRAMOPHONE.

Markus Becker
Markus Becker (Klavier)

539. SONNTAGSMUSIK

04.09.2016 | 11.00

ECHOPREISTRÄGER IM KONZERT

Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi und Johann Georg Pisendel: Sonaten für Violine und Basso continuo
Georg Philipp Telemann: Sonate für Violoncello und Basso continuo

Stephan Schardt (Violine), Elisabeth Wand (Violoncello), Michael Borgstede (Cembalo)

 

Im Jahre 2014 wurden Stephan Schardt, Elisabeth Wand und Sonja Kemnitzer mit dem ECHO-Klassik in der Kategorie „Solistische Einspielung des Jahres“ ausgezeichnet. Ausschnitte aus dem Programm ihrer preisgekrönten CD stellen die Musiker im Konzert vor. Es handelt sich um Telemanns Violinsonaten – die Six Sonates a Violon seul (Frankfurt 1715) –, die er als erste Notenausgabe im eigenen Verlag veröffentlichte. Außerdem erklingen Telemanns Sonate für Violoncello (TWV 40:D6) aus dem Getreuen Music-Meister, eine der Ouverturen nebst zween Folgesätzen für Cembalo sowie virtuose Kammermusik von Antonio Vivaldi und Johann Georg Pisendel, dem mit beiden Komponisten befreundeten Konzertmeister am Dresdner Hof.
Stephan Schardt, langjähriger Konzertmeister des legendären Ensembles Musica Antiqua Köln unter der Leitung von Reinhard Goebel, glänzt mit musikalischer Verve und stilistisch differenzierten Interpretationen. Er wird begleitet von Elisabeth Wand, die sich als Cellistin in herausragenden Ensembles (z.B. Concerto Köln, Das Neue Orchester, Das Kleine Konzert) der Alten Musik widmet, und von dem gefragten Continuospieler Michael Borgstede.

Sonja Kemnitzer, Stephan Schardt, Elisabeth Wand
Sonja Kemnitzer (Cembalo),
Stephan Schardt (Violine)
und Elisabeth Wand (Violoncello)

538. SONNTAGSMUSIK

03.04.2016 | 11.00

VOLLES ROHR

Suiten für Bläser von Georg Philipp Telemann

L’Orfeo Bläserensemble

Carin van Heerden, Philipp Wagner (Oboe und Oboe d’amore), Stephan Katte, Sebastian Fischer (Horn), Nikolaus Broda (Fagott), Daniele Caminiti (Laute), Anne Marie Dragosits (Cembalo), Leitung: Carin van Heerden

 

Telemanns Œuvre umfasst etliche Werke für eine reine Bläserbesetzung. Diese vermutlich für die sogenannten „Hautboistenbanden“ als Freiluftmusik entstandenen Kompositionen stehen im Zentrum eines CD-Projektes, dessen Konzert- und Tonaufnahmen in Magdeburg stattfinden. Die Musiker sind Mitglieder des international agierenden L’Orfeo Barockorchesters, das 2012 Telemanns Oper Miriways in Magdeburg präsentierte. Carin van Heerden leitet das Institut für Alte Musik und Aufführungspraxis der Privatuniversität in Linz und war Jurorin beim Internationalen Telemann-Wettbewerb 2015.

L'Orfeo Bläserensemble tl_files/files/images/sonntagsmusik/Saison 2015-2016/SM April Carin van Heerden Foto_Franz_G_Szabo.jpg
L'Orfeo Bläserensemble Carin van Heerden (Leitung)  

537. SONNTAGSMUSIK

06.03.2016 | 11.00

ZARTBESAITETES

Werke von Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach und Carl Friedrich Abel

Rebeka Rusó (Viola da gamba) und Sebastian Wienand (Cembalo)

 

Im Mittelpunkt des Konzertes steht Sololiteratur für Viola da gamba und Cembalo. Außer Kompositionen von Telemann erklingen Werke aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der letzten künstlerischen Blütezeit der Gambe, zu deren wichtigsten Repräsentanten der Virtuose und Konzertveranstalter Carl Friedrich Abel in London gehörte. Mit Rebeka Rusó, Professorin an der Schola Cantorum Basiliensis und Jurymitglied des 8. Internationalen Telemann-Wettbewerbs, und dem gefragten Cembalisten Sebastian Wienand sind Musiker zu erleben, die sich auf den Konzertpodien der Welt zu Hause fühlen. 

ELTERN/KIND-KONZERT!
Mit musikalischem Programm zum Mitmachen im Roten Salon.
Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Kinder mitbringen!
"Wie viele Saiten hat ein Cello? - Musikalische Entdeckungen rund um das Cello"
mit der Musikpädagogin Claudia Bandarau (Konservatorium Magdeburg)
 
 
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Rebeka Rusó (Viola da gamba) Sebastian Wienand (Cembalo)

536. SONNTAGSMUSIK

07.02.2016 | 11.00

KIRCHENMUSIK(P)FUNDE

Unbekannte Werke aus Georg Philipp Telemanns „Jahrgang ohne Recitativ“

Cornelia Samuelis (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Tobias Hunger (Tenor), Gotthold Schwarz (Bass), Sächsisches Barockorchester, Leitung: Gotthold Schwarz

 

Nach langem Dornröschenschlaf werden in diesem Konzert Kompositionen aus einem kirchenmusikalischen Jahrgang Telemanns vorgestellt, dessen formale Besonderheit darin besteht, dass er keine Rezitative enthält (Palmarum, 2. und 3. Ostertag, Misericordias Domini: TVWV 1:131, 1:266, 1:785, 1:880). Den „Jahrgang ohne Recitativ“ komponierte Telemann für Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach, dessen „Kapellmeister von Haus aus“ er war. Basis des Konzertes ist ein jüngst erschienener Band der Telemann-Ausgabe. Aufgeführt werden die Werke von Spezialisten historisch informierter Aufführungspraxis, darunter dem amtierenden Leipziger Thomaskantor Gotthold Schwarz.

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Gotthold Schwarz (Bass)

 

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Gefördert durch die „Mitteldeutsche Barockmusik e.V.“ mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

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Interview zum Konzert mit R.-J. Reipsch (General-Anzeiger Magdeburg, 31.01.2016)

 

Interview zum Konzert mit R.-J. Reipsch (General-Anzeiger Magdeburg, 31.01.2016)