05.09.2021 (11.00)

573. SONNTAGSMUSIK

 
FÜR EINGEWEIHTE
Frankreich in der Umwelt Georg Philipp Telemanns
 
Jean-Christophe Dijoux (c) Nikolaj Lund

Jean-Christophe Dijoux (Cembalo)

Werke für Cembalo von Georg Philipp Telemann, Jean-Philippe Rameau, Jean-Baptiste Lully und André Campra.

Im Mittelpunkt der Saisoneröffnung der Reihe Sonntagsmusik steht die Konzerteinweihung eines kürzlich durch das Telemann-Zentrum erworbenen Cembalos in französischer Bauart. Das Instrument bereichert die Klangwelt Magdeburgs um die in Telemanns Musik zentrale französische Komponente.
Der französische Cembalist Jean-Christophe Dijoux, gefeierter Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs 2014 sowie Spezialpreisträger des Internationalen Telemann-Wettbewerbs 2013, weiht das Instrument mit einem Solorezital ein und bringt die Musik Telemanns mit der farbenreichen und virtuosen Cembalomusik von Jean-Philippe Rameau und Johann Sebastian Bach in Verbindung.

Der auf La Réunion, Frankreich, geborene Jean-Christophe Dijoux gilt als einer der herausragenden Cembalisten seiner Generation. Er wurde 2014 beim Internationalen Bach-Wettbewerb im Bereich Cembalo mit dem ersten Preis
ausgezeichnet und von der Fachpresse für seinen "exquisiten Sinn für musikalische Linien und (...) subtilen Sinn für rhetorische Gesten" (A. Benson-Wilson) als auch seine "enorme Kontrolle über die Zeit, sowohl in seiner Phrasierung als auch in der subtilen Kunst, die Noten nicht zusammen zu spielen" (B. Lehman), besonders gelobt.

Das von Jürgen Ammer gebaute Cembalo geht zurück auf ein historisches Instrument aus der berühmten Manufaktur von Pascal-Joseph Taskin (Paris 1769). Taskins Cembali gelten heutzutage als ein Höhepunkt des Instrumentenbaus im 18. Jahrhundert. Man darf gespannt sein, welche unerhörten, raffinierten Klänge Dijoux dem neuesten Schatz Magdeburgs entlockt.

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