Aktuelle Saison der Sonntagsmusik

567. SONNTAGSMUSIK

05.01.2020 | 11.00

DRESDNER KLANGFARBEN

tl_files/files/images/sonntagsmusik/Saison 2019-2020/2020-01 Fotos von Kerstin Gutsche und Johannes RitterJAKE_01sw.JPG

Anne Schumann (Violine und Viola d’amore), Elisabeth Seitz (Hackbrett), Johanna Seitz (Harfe), Klaus Voigt (Viola da spalla)
 
Werke von Georg Philipp Telemann, Johann Georg Pisendel, Georg Gebel, Johann Christoph Richter, Johann Adolf Hasse und anderen
 
Vor 350 Jahren wurde August der Starke geboren. Prachtliebend wie kaum ein anderer deutscher Fürst hielt er sich in Dresden eine Hofkapelle, die eine der besten und größten der Zeit war. Freunde Telemanns wirkten hier, so der berühmte Violinvirtuose Johann Georg Pisendel oder Pantaleon Hebenstreit, der vor allem als Spieler des nach ihm benannten Pantaleons bekannt war, einem Hackbrettinstrument (ital. Salterio). Kein Wunder, dass auch Telemann für die Hofkapelle komponierte, wobei er die Vielfalt des dort vorhandenen Instrumentariums ausnutzte.
Eine an der Dresdner Hofmusik orientierte, beinahe exotische Klangvielfalt bieten auch die Musiker um die Barockgeigerin Anne Schumann: eine virtuose Violine, ein „silbriges“ Salterio, ein kleines Cello, eine liebliche Viola d’amore und eine klangvolle Harfe. Es erklingen arrangierte und originale Kompositionen in wechselnden Besetzungen.

568. SONNTAGSMUSIK

02.02.2020 | 11.00

TELEMANN FROM MANHATTAN

tl_files/files/images/sonntagsmusik/Saison 2019-2020/2020-02 Manhattan als Alternative, RJ Reipsch DSC02829.JPG

Studierende der Manhattan School of Music (New York)
Laura del Sol Jiménezk (Querflöte, Kolumbien), Mélanie Clapiès (Violine, Frankreich), Georgia Bourderionnet (Violoncello, USA), Yilun Wang (Cembalo, China)
 
Werke von Georg Philipp Telemann, Louis-Gabriel Guillemain und Johann Sebastian Bach
 
Telemanns 1738 für Paris geschriebene Quatuors gehören mit zum Besten und Innovativsten, was die Kammermusik des 18. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Ein Nachahmer dieser wie musikalische Gespräche wirkenden Kompositionen war der Franzose Louis-Gabriel Guillemain. Er bezeichnete seine Quatuors op. 12 im Titel denn auch nicht zufällig als „galante und amüsante Konversation“.
Die jungen, von verschiedenen Kontinenten stammenden Musiker, die sich für das Konzertprojekt zusammengefunden haben, sind Studenten der Manhattan School of Music. In der Konzertsaison 2019/20 sind Schüler dieser berühmten Hochschule „Artists of Residence“ des Magdeburger Gesellschaftshauses.

569. SONNTAGSMUSIK

01.03.2020 | 11.00

SINGEN IST DAS FUNDAMENT

tl_files/files/images/sonntagsmusik/Saison 2019-2020/2020-03, Schwarz, Saechsisches_Barock_Orchester_97, Foto Olaf Malzahn.jpg

Sächsisches Barockorchester
Gotthold Schwarz (Leitung, Bariton) und Solisten
 
Werke von Georg Philipp Telemann
 
Es ist ein immer wieder beglückendes Ereignis, wenn der Leipziger Thomaskantor, Sänger, Gesangspädagoge und Ensembleleiter Gotthold Schwarz sich der Musik Telemanns annimmt. Wie kaum ein anderer vermag er es, den von Telemann vertonten Worten nachzuspüren, die Musik zu durchdringen und in großer Lebendigkeit zu interpretieren. Telemanns Sentenz „Singen ist das Fundament zur Music in allen Dingen“ könnte – so scheint es – auch von Gotthold Schwarz stammen. Für sein Konzert hat der Magdeburger Telemann-Preisträger von 2018 selten zu hörende geistliche Musik gewählt. Das Sächsische Barockorchester, 1989/90 von Gotthold Schwarz und befreundeten Musikern in Leipzig gegründet, ist regelmäßig zu Gast beim Leipziger Bachfest sowie bei anderen bedeutenden Festivals und hat dabei auch internationale Beachtung gefunden. Mit dem Magdeburger Telemann-Zentrum arbeitet das Ensemble seit vielen Jahren zusammen.

570. SONNTAGSMUSIK

05.04.2020 | 11.00

GAMBE UND FAGOTT

tl_files/files/images/sonntagsmusik/Saison 2019-2020/2020-04 Becker Gerd - Foto Kuenstler.JPG           tl_files/files/images/sonntagsmusik/Saison 2019-2020/2020-04 Ehrmann, Susanne, Foto Alexander Veynovic.JPG

tl_files/files/images/sonntagsmusik/Saison 2019-2020/2020-04 Ulrike Becker 2.jpg

Gerd Becker (Fagott), Ulrike Becker (Viola da gamba), Sabine Erdmann (Cembalo)
 
Werke von Georg Philipp Telemann, Christoph Schaffrath und Carl Friedrich Abel
 
Das Fagott ist bei Telemann mehr als „nur“ ein Generalbassinstument. So bedachte er den „stoltzen Basson“ als einer der ersten mit einer alle Spielmöglichkeiten ausreizenden Solosonate und setzte ihn auch in sehr variablen Formationen als eine ganz eigenständige Klangfarbe ein. Hier erklingt eine Sonatine für Fagott, deren originale Generalbassstimme lange als verschollen galt.
Die nach Johann Mattheson „säuselnde“ Viola da gamba ist ein klanglich wie auch von ihrer Erscheinungsform her „delicates“ Instrument, und sie hat sich bis heute den Nimbus des Elitären erhalten. Auch spieltechnisch gesehen ist sie anspruchsvoll, was Mattheson 1713 launig so umschrieb: „wer sich darauff signalisiren will/ muß die Hände nicht lange im Sack stecken.“ Telemann hat sich immer wieder auch diesem Instrument zugewandt. Erst vor vier Jahren wurde der Druck seiner 12 Solofantasien aufgefunden, ein sensationeller Zuwachs an hervorragender Gambenliteratur.
Die Vielfalt der klanglichen und spielerischen Möglichkeiten des Barockfagotts wird Gerd Becker, der 1. Solo-Fagottist der Magdeburgischen Philharmonie, vorstellen, Ulrike Becker, wie die Cembalistin Sabine Erdmann zu Hause in Alte-Musik-Ensembles wie z.B. der Berliner Lautten Compagney, die besondere Delicatesse der Gambe.